Katholische Kirchengemeinde St.Martin - Leutkirch im Allgäu
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Kirche und Zelt

Ein Zelt ist schnell aufgebaut. Beim Zeltlager der KjG, das am 31. Juli im Karlistal gestartet ist, konnte man das sehen. Viele Hände sind da beteiligt und in kurzer Zeit entsteht eine kleine Zeltstadt. Wer zeltet, der kann schnell auf und abbauen, der kann für ein paar Tage an einem Ort leben, wo kein Haus gebaut werden darf. Bei schönem Wetter sind die Zelte auf dem Zeltlager offen, die Kinder spielen draußen. Wenn es regnet füllen sich die Zelte schnell. Auf engem Raum wird gespielt und gebastelt. Zelte sind schon immer Orte der Begegnung und der Gastfreundschaft.


Das Zelt ist für mich ein Bild einer offenen Kirche. Ein Zelt ist beweglich, bei Regen ist es dort trocken, bei Sonne spendet es Schatten. Sein sicher gespanntes Dach lädt die Menschen ein, die vorbeikommen. In der Bibel ist das Zelt Symbol für eine Gemeinschaft, die mit Gott unterwegs ist. Das Zelt schützt das Heiligtum der Israeliten. Es erinnert an Gott, der mit den Menschen geht und sie mit seinem Segen schützen will. Das hat sich bis in unsere Kirchen erhalten. Der Ort des heiligen Brotes ist dem Wort nach ein Zelt (Tabernakel).
Unsere Kirchen sollen einem Zelt ähneln. Ihre festen Mauern dürfen kein Zeichen der Verschlossenheit sein. In der Kirche sollen die Menschen durch die offenen Türen etwas vom frischen Wind spüren, der in den Straßen der Stadt weht. Die Worte in der Kirche sollen Menschen berühren und sie „satt“ machen. Kirche ist ein Zelt ein Ort der Gastfreundschaft. Wer Hunger und Durst nach Leben verspürt, der soll sich hier daheim fühlen.
Benjamin Sigg, Pastoralreferent

 
 

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